Newsletter 07/2019

RAUS GEHT’S!

Tiny House Kultur geht unter Leute, stellt sich vor, tauscht sich aus, mischt sich ein …

Der Frühling stand unter dem Motto: Raus geht’s – an die Öffentlichkeit, zu den Parteien, auf’s Podium und ins Kleingartengebiet. Bremen im Vorwahlmodus, eine gute Gelegenheit Kontakt zur Politik aufzunehmen und unser Pionier-Projekt vorzustellen und zu „pushen“. Tatsächlich waren alle angeschriebenen Parteien interessiert unser Vorhaben kennenzulernen.


1. April: Brodelpott – das Kulturhaus in Walle

Im April trafen sich in Walle rund 100 Interessierte, darunter Vorstände aus Kleingartenvereinen, der neue Vorsitzende des Landesverbands der Gartenfreunde Bremen e.V., verschiedene Interessengemeinschaften und Initiativen, um mit der grünen Spitzenkandidatin Maike Schaefer über die Zukunft der Kleingärten im Bremer Westen zu diskutieren. Eine gute Gelegenheit, um auf unser ökologisches Projekt als Chance zur Belebung brachliegender Kleingartenflächen aufmerksam zu machen.

Zu vier Schwerpunktthemen sollten an dem Abend Ideen und Vorschläge gesammelt und präsentiert werden: Zukunft der Kaisenhäuser, Klimaschutz im Kleingartengebiet, Belebung der Brachflächen und alternative Nutzungsformen.

Wir mischten uns unter die Gruppe für die alternativen Nutzungsformen und Zukunftsmaßnahmen und stießen bei der Vorstellung unseres Projekts auf offene Ohren und viel Zustimmung. Auch Maike Schaefer gesellte sich zwischenzeitlich zu unserem Kreis und hörte aufmerksam zu. Am Ende der Veranstaltung gab es viele gute Ideen und Impulse zur Belebung der Kleingärten im Bremer Westen. Und Tiny Houses gehörten mit dazu.

Mehr zur Veranstaltung im Brodelpott gibt es hier:

https://kirstentiedemann.wordpress.com/tag/kgv-auf-den-ruten/


8. April: Social-Entrepreneurship-Abend im Karton – Alte Schnapsfabrik

Initiiert von der Hilfswerft Bremen findet in der Neustadt ca. alle vier Wochen der Social-Entrepreneurship-Abend statt. Vorgestellt wird soziales Unternehmertum in und aus Bremen. Das können Unternehmen oder auch Initiativen sein, die sich für Lösungen von sozialen und ökologischen Problemen einsetzen und damit zum positiven Wandel in der Stadtgesellschaft beitragen.

Fabian Oestreicher, Projektmanager bei der Hilfswerft und Ansprechpartner für Social Entrepreneurship in Bremen lud uns auf’s Podium ein, in einem Impulsvortrag mit anschließender Fragerunde, die Schwerpunkte des Tiny House Projekts zu erläutern.

Hier ein kleiner Einblick:

https://www.hilfswerft.de/2019/06/19/einblick-in-die-szene-social-entrepreneurship-in-bremen/


23. Juni: Frühsommerfest im Grünen Bremer Westen

Das Frühsommerfest in Walle war gleichzeitig auch zweiter Geburtstag des Tiny House Kultur Projekts. Grund genug diesen Tag mit vielen netten Menschen ausgiebig zu feiern. Rund 300 Mal haben wir die Einladung verschickt, darunter die Leute auf unserer Warteliste, Newsletter-Abonnent*innen, Entscheider aus der Bremer Politik, unsere Unterstützer und Förderer und alle Tiny-House-Freunde. Das Wetter war grandios und der Besucheransturm überwältigend. Eine Bestätigung, dass wir mit dem Thema/dem Konzept: weg vom Konsum hin zu einer gemeinschaftlichen, ökologisch nachhaltigen und bezahlbaren Lebensform, genau richtig liegen. Ein großes Dankeschön an alle Beteiligten und Unterstützer:

An Lisa Hübotter vom SUBV, an Willa und Wolfgang Drust vom KgV Union, an das studentische Projekt team-work-tiny-house, an Tischlerei Wöltjen mit seinem Tiny Guest House und an alle Freund*innen, für das köstliche Kuchen-Büfett.

Was sagen die Beteiligten von Tiny House Kultur?

Katrin:

Ich war total begeistert, wie professionell wir uns dargestellt haben und wie viele Menschen kamen.

Martin:

Schon die Vorbereitungen für das Fest liefen gut, wir hatten einen super Kontakt zu den Vorsitzenden des KgV Union, die uns nach Kräften unterstützt haben. Ich war mit drei Frauen im Gespräch, die mit ganz konkreten Fragen kamen. Ich hab ihnen meinen jetzigen Stand vermittelt. Für mich war es eine schöne, unterstützende Aktion.

Catrin:

Ich bin völlig begeistert, wie gut alles an dem Tag zusammenlief. Wir als Gruppe waren toll miteinander im Fluss. Das absolute Highlight waren für mich die spannenden Gespräche. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir zwei Frauen, die jeweils ihr eigenes Tiny House innen komplett selbst ausbauen.

Mark:

Ich hab unglaublich viele gute Gespräche geführt und es sind tolle neue Kontakte entstanden. Ich war froh, dass uns mein Sohn tatkräftig am Grill unterstützt hat.

Andrea:

Für mich war das Frühsommerfest der absolute Höhepunkt nach zwei Jahren intensiver Projekt- und Netzwerkarbeit. Wir wollten unsere Ideen für die Bremer*innen sichtbar machen, das ist uns gelungen. Auch dank der Unterstützung und dem guten Zusammenspiel aller Beteiligten. Besonders gefreut hat mich, dass auch einige Vertreter aus der Bremer Politik und Verwaltung vorbei gekommen sind, um sich ein Bild zu machen. Das große Interesse und die positive Resonanz zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.


Das meint das studentische Kooperationsprojekt team-work-tiny-house

Lousia:

Bei dem Frühsommerfest war nicht nur das Wetter super, sondern auch die Stimmung. Neben Kuchen und Würstchen gab es auch viele interessante Informationen rund um Tiny Houses und sogar ein richtiges Tiny House zu besichtigen.

Daniel:

Ich fand es sehr schön, endlich mal ein echtes Tiny House zu sehen und es auch von innen erkunden zu dürfen. Zudem hat sich ein breites Spektrum an Menschen, von jung bis alt, für diese Lebensform interessiert. Der Tag war wirklich sehr aufschlussreich und hat mir viele neue Eindrücke gebracht.

Celina: 

Wir von der Tiny House Kultur und vom team-work-tiny-house Projekt haben es beim Frühsommerfest ein Stück weit geschafft das alternative Wohnen in die Öffentlichkeit zu rücken. Durch das Tiny House konnte ein echter Perspektivenwechsel stattfinden, ein nettes Beisammensein gefördert und eine gute Basis für einen Austausch aufgebaut werden.


Und Action! Ein Film über Tiny Houses

Die zwei Kulturwissenschaftsstudentinnen, Kyria Noatzke und Anne Wübbena, haben sich aufs ethnografische Filmen spezialisiert. Im letzten Jahr entstand ein Film über die politische Musikgruppe Lebenslaute „Musizieren und Blockieren – die Lebenslaute vor den Toren des Verfassungsschutzes“. Jetzt soll ein Film über die Tiny House Bewegung in Deutschland realisiert werden. Beim Frühsommerfest interviewte Kyria Veranstalter- und Besucher*innen und hielt alles mit der Kamera fest. Das sagen die Studentinnen über ihr Projekt:

„Wir sind Anne und Kyria, zwei Kulturwissenschaftsstudentinnen an der Universität Bremen, die einen Film zu Tiny Houses im Rahmen unserer Bachelorarbeit drehen. Klima, Nachhaltigkeit, Minimalismus und wie setzt sich das mit dem Leben in einem Tiny House um?

Ausgehend von dieser Forschungsfrage begleiten wir seit Frühling diesen Jahres Menschen, die planen in Tiny Houses zu leben, ob in der Gemeinschaft, wie in der Tiny-House-Kultur Bremen oder im Eco-Village Hannover oder ganz alleine.“

Wir sind schon sehr gespannt auf das Ergebnis!


Was gibt’s sonst Neues?

Grundstücke, Grundstücke, Grundstücke … wir sind am Ball!

Im Hochsommer geht’s wieder auf Entdeckungstour zu https://wirbauenzukunft.de/ und zum https://tinylivingfestival.de/ Wer und was uns begegnet ist, berichten wir im nächsten Newsletter.


Buchtipp:

Stadtwirte – von Sozialraumfarmern und Inklusionswirten

Michael Scheer ist Leiter der Bremer Gemüsewerft und Geschäftsführer der Bremer Gesellschaft für integrative Beschäftigung mbH. In seinem Buch „Stadtwirte“ werden inklusive Social- Farming-Projekte in Großstädten vorgestellt, die zeigen, dass Einschränkung nicht Ausschluss bedeuten muss. Wir finden: Sehr lesenswert, inspirierend und toll gestaltet!

Der Band ist kostenfrei zu bestellen über

http://gib-bremen.info/publikationen.php?DOC_INST=8


Wir wünschen allen einen schönen Sommer!

Andrea & Mark