Newsletter 06/2018

Viele Wünsche, ein Ziel und jede Menge Kreativität.

Am 21. April kamen wir (11 Erwachsene und 4 Kinder) zu einem Kreativworkshop zusammen, um das, was bisher in den Köpfen an Ideen gewachsen ist, der Gruppe zu präsentieren und um gemeinsam an Modellen zu bauen.

Im Vorfeld waren alle aufgerufen Bilder, Skizzen und Fotos mitzubringen, die die persönlichen Wunschvorstellungen zeigen. Alles wurde an einen großen Schrank gepinnt und durch Begriffe ergänzt. Das Ergebnis war eine Art Moodboard, eine vielfältige Sammlung aus unterschiedlichen Tiny House Modellen, Plänen von Permakulturanlagen und futuristischen Glashaus-Dörfern. Reihum wurden die eigenen Vorstellungen der Gruppe dargestellt. Eine tolle Methode, um die Wünsche jedes einzelnen besser kennenzulernen und sich inspirieren zu lassen. Und ein perfekter Einstieg in den Modellbau.

Nun kamen die mitgebrachten Scheren, Pappen, Kleber, Bauklötze und gesammelten Naturmaterialien zum Einsatz. Es durfte frei drauflos gebastelt werden ohne vorher festgelegten einheitlichen Maßstab. Wir wollten uns selbst möglichst großen Spielraum bei der Umsetzung lassen. Entstanden sind zwei Dorfmodelle mit Teich, Gemeinschaftshaus und gestalteten Gemeinschaftsflächen und mehrere ausgearbeitete TH-Modelle. Auch die Kinder halfen fleißig mit und konnten sich endlich einmal aktiv beteiligen, während sonst immer nur theoretisch geplant und diskutiert wird.

Am Ende des Tages waren alle bis in die Haarspitzen motiviert, das Projekt voranzutreiben, damit aus den Modellen bald ein echtes Tiny House Dorf entsteht.

 

Verein in Gründung

Wie gründet man einen Verein? Zwangsläufig mussten wir uns mit dieser Frage in unserem Projekt auseinandersetzen und wir haben dafür extra eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich nur mit diesem Thema beschäftigt. Um es vorweg zu nehmen: es reicht nicht aus, eine ähnliche Satzung zu kopieren oder zu übernehmen. Wir haben uns in der Gesamtgruppe für eine Gemeinnützigkeit entschieden, da wir keine wirtschaftlichen Ziele verfolgen wollen und wir möchten gerne andere an unserem Wissen teilhaben lassen. Gesagt, getan, der erste Stolperstein war die Formulierung des Zweckes der Gemeinnützigkeit. Die Paragraphen der Abgabenordnung (Finanzamt) geben eine ungefähre Richtung der Gemeinnützigkeit vor und wir mussten uns nun überlegen wie wir es formulieren, schließlich hat eine Satzung auch etwas Bindendes. Völlig verunsichert waren wir dann noch zusätzlich, als ein benachbarter Verein Bedenken zu der Gemeinnützigkeit äußerte, zu viel Arbeit, zu viel Auflagen. Dankbar waren wir über den Tipp uns Unterstützung vom Verein  Netzwerk-Selbsthilfe (www.netzwerk-selbsthilfe.com) zu holen.

Der Verein Netzwerk-Selbsthilfe unterstützt andere dabei einen Verein oder eine Selbsthilfegruppe zu gründen und wird durch die Stadt Bremen finanziert. Wir machten einen Termin dort und alle unsere Fragen wurden sehr gut beantwortet, darüber hinaus haben wir noch viele nützliche Tipps bekommen. Unter anderem wurde uns auch empfohlen unsere Satzung zur Vorab-Prüfung beim Finanzamt prüfen zu lassen. Da ist sie nun und nächste Woche wissen wir mehr wie es weitergeht ….

 

Ohne Netzwerk geht nix

Der zweite Termin beim Bremer Bauamt verlief kurz und konzentriert. Für den Herbst ist eine Veranstaltung zum Thema Tiny Houses in der Reihe „Bremer Stadtdialog“ angedacht. Veranstalter ist das Bremer Zentrum für Baukultur. Unser Exposé liegt nun bei den zuständigen Entscheidern. Wir sind gespannt, ob das Thema dort auf Interesse stößt.

 

THK on Tour

Was gibt es Schöneres, als ein Ausflug zu anderen Tiny House Begeisterten! Sich austauschen, Neues entdecken, Probe wohnen, fachsimpeln, Pläne schmieden … Wir waren unterwegs nach Bad Zwischenahn und nach Rosenfeld bei Tübingen.

In Bad Zwischenahn hat Florian Schick (www.schick.haus) sein erstes selbst entworfenes und gebautes THoW an einem Tag der offenen Tür präsentiert. Es ist noch nicht ganz fertig aber jeder Bauinteressierte konnte die einzelnen Schritte vom Vlemmix Trailer, über das Ständerwerk, die Dämmung bis zum Innenausbau genau unter die Lupe nehmen. Wir werden mit Florian in Verbindung bleiben und vielleicht zukünftig auch gemeinsam Projekte verwirklichen.

In Rosenfeld bei Tübingen lebt Klemens Jakob (www.ownworld.com) völlig autark in seinem 18 qm großen Ownhome. Im letzten Sommer statteten wir ihm einen ersten Besuch mit Probe-Übernachtung ab. Wir haben so begeistert darüber berichtet, dass sich nun eine kleine Familie aus unserer Gruppe auch auf den Weg in den Süden gemacht hat. Hier ein kurzer persönlicher Einblick über den Besuch:

„Klemens hat sich 2 Stunden Zeit für uns genommen. Es war echt schön dort. Wir haben ihn mit Fragen bombardiert. Er arbeitet gerade an der Umsetzung einer größeren Variante für Familien. Wir haben uns etwas über die Materialwahl für den Hausbau informiert. Die Pfanzenkläranlage hat Klemens jetzt mit chemischen Analysen überprüfen lassen. Die Werte sind schon fast an Trinkwasserqualität dran, jedoch meinte er, dass es bei der bautechnischen Abnahme noch Probleme gibt.“

 

Wir suchen ein Grundstück!

Am Ende dreht sich natürlich alles um die entscheidende Frage:

Wo können wir unsere Tiny House Community realisieren?

  • Ihr habt ein großes Grundstück und möchtet etwas wirklich Sinnvolles damit anfangen?
  • Ihr kennt Grundstückbesitzer*innen, die wir ansprechen können?
  • Ihr habt passende Tipps für uns?

Dann immer her damit!

Wir strecken unsere Fühler nach allen Seiten aus. Je nach Grundstücksgröße erweitern wir unsere Community! Die Nachfrage ist riesig. Erfolgreiche Tippgeber werden auf alle Fälle belohnt!

Was?

Grundstücksgröße ab 3.000 qm²

Wo?

In Bremer Stadt- bis Randgebiet. Wichtig ist eine gute ÖPNV-Anbindung!

Wer?

12 Erwachsene zwischen 28 und 60 Jahren

3 Kinder zwischen 3 und 9 Jahren

3 Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren

2 Nachwüchsler werden in der zweiten Jahreshälfte erwartet!