Newsletter 12/2017

Tiny House Bremen geht in die Winterpause!

Hallo liebe Tiny House Interessierte,

nach einmal halben Jahr Projektarbeit und einigen großen und kleinen Gruppentreffen können wir eine positive Zwischenbilanz ziehen.

Gemeinschaft

Wir sind eine bunt gemischte Kerngruppe von 10 Erwachsenen und zwei Kindern. Fast täglich melden sich interessierte Menschen bei uns, über 50 Leute haben schon den Newsletter abonniert.
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass der Gruppen(findungs)prozess einer der wichtigsten aber auch schwierigsten Schritte darstellt. In einem Workshop mit Kleingruppenarbeit wurde deutlich, dass es sehr unterschiedliche Ansichten zum Thema „Gemeinschaft“ gibt. Nach etlichen Kannen Kaffee und intensiven Diskussionen war klar, wir wollen Vielfalt leben und uns nicht selbstauferlegten Beschränkungen unterwerfen. Diese Entscheidung führte letztendlich dazu, dass wir uns von einigen Mitstreitern getrennt haben. Es war eine wichtige Erfahrung für uns alle. Auch bei Neu-Interessierten können wir diesen Aspekt nun ganz gezielt im Vorfeld abklären.

Soziokratische Moderation

Ein wichtiger Baustein, um koordiniert und effektiv Ergebnisse in den Gruppentreffen zu erzielen, ist die Soziokratische Moderation, für die wir uns nach dem ersten Treffen entschieden haben. Wir haben damit gute Erfahrungen gemacht.

Die zentralen Elemente sind:
Die Beteiligten reden nacheinander im Kreis und nicht in offener Diskussion. Der Vorteil ist: Jede/r wird gehört und kann in der nächsten Runde dazukommende Gedanken ergänzen.
Klare Struktur durch Unterteilung in Runden.
Bildformende Runden: Sammlung aller relevanten Informationen zu einem Thema
Meinungsformende Runden: jeder äußert seine Meinung zum Thema und es werden mögliche Lösungsvorschläge gesammelt.
Konsent-Runden: Beschlussfassung bzw. Suche nach einem Beschluss ohne schwerwiegenden Einwand.

Der/die ModeratorIn arbeitet sehr stark lösungsorientiert. Er/sie kann auch Gruppenmitglied sein.

Aktiv werden

Um das Projekt weiter voranzubringen wurden Arbeitsgruppen gebildet. Diese treffen sich selbstorganisiert zu unterschiedlichen Schwerpunktthemen wie Finanzierung, Vereinsgründung, Bauplanung, Öffentlichkeitsarbeit und Grundstückssuche. Bei jedem großen Gruppentreffen werden Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen vorgetragen und festgehalten.

Verbindlichkeit

Der nächste Meilenstein wird die Gründung eines Vereins sein, angedacht ist eine Gemeinnützigkeit, sofern die Voraussetzungen erfüllt werden. Zur Zeit arbeitet eine AG an der Satzung und macht sich Gedanken zum Namen.

Mit der Vereinsgründung verfolgen wir zwei Ziele: Zum einen die Verbindlichkeit in der Gruppe zu stärken und zum anderen nach außen eine rechtsverbindliche und handlungsfähige Gruppe zu etablieren.

Mitmachen!

Ihr habt eine schöne Namensidee für unseren Verein? Dann her damit! Der Name sollte Werte widerspiegeln wie: Reduzierung, Nachhaltigkeit, Ökologie, Vielfalt, bezahlbaren Wohnraum.
Wir freuen uns über Eure kreativen Vorschläge!

Nach der Vereinsgründung geht es auf Grundstückssuche! Alle Tiny-House-Freunde aus Bremen und umzu möchten wir bitten, einfach mal die Antennen auszufahren. Da dieses Projekt zukunftsweisend ist, könnte es auch für kleinere Gemeinden äußerst attraktiv sein. Wir suchen ein Grundstück ab 5000m² zum Kauf oder zur Pacht. Ganz wichtig ist uns eine gute ÖPNV-Anbindung. Je nachdem, wie groß unser Grundstück ausfällt, werden wir weitere Interessenten einladen. Ihr erfahrt es als erstes über diesen Newsletter.

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